CDU Gemeindeverband Rosdorf

„Wir sind keine Mehrheitsbeschaffer“

CDU setzt auf eigenständige Sachpolitik

In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates Rosdorf am 2. November 2026 hat die CDU ihre politische Eigenständigkeit für die neue Wahlperiode bekräftigt. Zugleich wurde Luca Heinemann zum ersten stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinde Rosdorf gewählt. Die CDU will sich ohne feste Bündnisse in die Gemeindepolitik einbringen. Maßstab für ihre Entscheidungen bleibt allein die Frage, was Rosdorf voranbringt.

„Die CDU ist eine eigenständige politische Kraft in Rosdorf. Daran darf es keinen Zweifel geben. Wir sind weder Teil einer Koalition noch die Mehrheitsbeschaffer des Bürgermeisters oder der SPD. Wer unsere Zustimmung möchte, muss sich mit unseren Argumenten auseinandersetzen und dafür werben“, erklärt Luca Heinemann, Fraktionsvorsitzender der CDU im Gemeinderat Rosdorf.

Im Mittelpunkt stehe das Wohl der Gemeinde und ihrer Ortschaften. Wir werden uns ohne Scheuklappen mit den anstehenden Sachfragen beschäftigen. Gute Vorschläge werden wir unterstützen, unabhängig davon, von wem sie kommen. Entscheidungen, die den eigenen Überzeugungen widersprechen oder nicht im Interesse der Gemeinde liegen, werde wir dagegen nicht mittragen.

„Wir haben keine Scheuklappen. Es geht nicht darum, wer einen Antrag stellt, sondern darum, ob er Rosdorf voranbringt. Wir werden konstruktiv mitarbeiten, aber unsere Zustimmung gibt es nicht automatisch. Dafür stehen wir mit unserem eigenen politischen Profil“, so Heinemann.

Mit seiner Wahl zum ersten stellvertretenden Bürgermeister übernimmt Heinemann zugleich eine besondere Verantwortung für die gesamte Gemeinde. Dieses Amt wolle er ausdrücklich überparteilich ausüben. Sein Anspruch sei es, Ansprechpartner für alle Bürgerinnen und Bürger zu sein – unabhängig von politischer Haltung, Parteizugehörigkeit oder persönlicher Meinung.

„Als stellvertretender Bürgermeister vertrete ich die gesamte Gemeinde. Ich habe keine Berührungsängste und möchte mit möglichst vielen Menschen in Rosdorf und seinen Ortschaften ins Gespräch kommen. Jede Meinung verdient es, gehört zu werden. Ich suche vor allem das unbequeme Gespräch“, erklärt Heinemann.